Die Technik im Schornsteinbau ist sprichwörtlich „sSchwindelerregend“, nicht nur aufgrund der Höhe, sondern auch im Sinne der Statik und der Konstruktion. Es wird immer wieder eine „hohe“ Kunst bleiben, Schornsteine auszulegen und zu bauen.

Die Technik Schornsteinbau

Massiv- und Stahlschornsteine

Als „Massivschornstein“ bezeichnet man Schornsteine, deren Tragrohr aus Mauerwerk oder Stahlbeton besteht. Die Bauweise Mauerwerkschornstein wurde in den 1960-er- Jahren durch die wirtschaftlichere Methode der Errichtung einesdes Stahlbetontragrohres, hergestellt in Gleitbauweise, abgelöst. Mauerwerkschornsteine werden heute nur noch instand gesetzt, aber nicht mehr neu gebaut. Schornsteine in Stahlbetonbauweise erreichen Mündungshöhen von über 300 Metern; durch stets verbesserte Rauchgasreinigungen und Saugzuggebläse können Mündungshöhen deutlich reduziert werden.

Massivschornsteine haben ein oder mehrere Schornsteininnenrohre, um die Rauchgase abzuführen. Das Schornsteininnenrohr schützt das Schornsteintragrohr vor thermischer und chemischer Belastung durch die Rauchgase. Die Betriebsbedingungen der Verbrennungsdanlage bestimmen die Auswahl des für das Materials für das des Schornsteininnenrohrs.: mMöglich sind: keramisches Mauerwerk, Edelstahl, Stahl mit säurefester Beschichtung und glasfaserverstärkte Kunststoffe. Die konstruktive Ausführung ders Schornsteininnenrohres wird durch die ausgewählten Materialien bestimmt.

„Stahlschornsteine“ haben ein Tragrohr aus Stahl und eignen sich vorzugsweise für geringere Bauhöhen bis 100 Meterm. Der besondere Vorteil dieser Bauart ist ihr geringes Gewicht sowie die Möglichkeit der Vorfertigung in der Werkstatt und die dadurch bedingte kurze Bauzeit. Für das rauchgasführende Innenrohr werden dieselben Materialien verwendet wie für Massivschornsteine.

Sanierung von Schornsteinen

Wie alle Produktionsanlagen unterliegen Schornsteine einem Verschleiß. Um sie betriebsbereit zu halten, müssen Schornsteine bei geplanten Betriebsstillständen in das Wartungsprogramm mit einbezogen werden. Sowohl das Schornsteintragrohr als auch das lnnenrohr mit seinen rauchgasberührten Flächen müssen regelmäßigen lnspektionen unterzogen werden.

Besondere Aufmerksamkeit ist der Schornsteinmündung und den Futterstößen zu widmen. Die Ergebnisse der turnusmäßigen Befahrungen sind in einem Schornsteinbuch aufzuzeichnen.